Dienstag, 10. März 2015

Kleiderschrankgedanken

In letzter Zeit hab ich mehr für mich genäht als für die Kinder. Irgendwie hab ich Gefallen dran gefunden meine Kleidungsstücke selber zu nähen und ich habe das Gefühl viele Blogger machen sich im Moment über ihre Garderobe Gedanken. Hier hab ich schon darüber gelesen und hier und hier, und an vielen anderen Stellen die mir im Moment nicht mehr so genau einfallen.

Ich wohne eher auf dem Land. Nicht dass es dort keine Kleidergeschäfte geben würde, es gibt hier im Ort sogar zwei (die Bekleidungsdiscounter nicht mitgezählt...) aber ich geh schon gar nicht mehr rein weil ich weiß, dass ich dort nichts finde was mir passt und/oder gefällt oder was meinem Anspruch an zeitlose, langlebige, ökologische und nachhaltig und fair produzierte Kleidung gerecht wird. Ja, ich weiß, meine Ansprüche sind nicht gerade klein, aber was anderes mag ich einfach nicht mehr kaufen. Punkt.

Also müsste ich was im Internet bestellen, und ich muss gestehen, dass es mir zum einen wenig Spaß macht ewig vor dem Computer zu sitzen und seitenweise Bilder mit Klamotten durchzuklicken, und zum anderen bin ich nach zwei Seiten eh so überlastet, dass ich schon gar nichts mehr kaufen möchte.
Also nähe ich selber. Biostoffe muss ich zwar auch im Internet bestellen, und manchmal bin ich auch da ziemlich überlastet was das Angebot angeht, aber irgendwie bekomme ich das dann doch hin. Und hin und wieder gibt es auch ein Schnäppchen hier im Stoffladen, was dann zwar nicht Bio ist, aber immerhin aus Naturfasern.

Im Moment kämpfe ich noch damit, für mich taugliche und gut sitzende Schnittmuster zu finden, aber ich glaube auch das wird noch. Was ich allerdings tun werde, wenn ich tatsächlich mal eine neue Jeans brauche weiss ich noch nicht, da trau ich mich dann glaube ich doch nicht ran. Aber immer nur Hosen mit Gummizug oder Bündchen? Gestern habe ich bei Kleinformat eine sehr interessante Variante entdeckt, vielleicht ist das auch auf andere Modelle übertragbar... überhaupt finde ich immer mehr Gefallen am Spielen mit Schnitten, am Anpassen und Verändern. Auch was Schnittmuster angeht ist weniger oft mehr.

Aber damit dieser Post nicht gänzlich ohne Bilder auskommen muss, zeige ich euch noch schnell was ich dann doch noch für den Wildfang genäht hab.



Das ist nämlich auch ein sehr wandelbarer Schnitt. Langarm, Kurzarm, mit Teilung, ohne Teilung, als Shirt. Schnell genäht und doch immer wieder anders.

 Und ihr so? Erzählt mal, was näht ihr für euch? Was kauft ihr? Gibt es Lieblingsschnitte?


Schnitt: Letz Girly Fetz von Rosile - handmade with love, genäht in Gr. 116, Stoffe: Lillestoff und örtlicher Stoffladen
verlinkt mit Creadienstag

1 Kommentar:

  1. Ich hatte mir schon letztes Jahr, noch ohne Nähkenntnisse und -vorhabe vorgenommen zu versuchen ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen - bis auf wenige Ausnahmen (Unterwäsche, Sporthose, ein TShirt, Sommerhose) hat das gut geklappt und die wenigen Käufe waren viel bewusster. Jetzt seitdem ich das Nähen angefangen habe, fällt es mir tatsächlich noch schwerer Kleidung zu kaufen (und ich habe es auch immer noch nicht getan ^^), weil ich mir jedesmal denke, hmm, das könnte man doch sicher auch selber versuchen :D
    Bis lang sind bei mir aber nur Pullover entstanden... Sobald ich die nächste "richtige" Hose brauchen werde, wird wohl auch erstmal wieder ein Kauf fällig sein... Aber wie gesagt, ich finde nicht zuletzt durch das Nähen und das man merkt wieviel Arbeit hinter einem Kleidungsstück eigentlich steht, werden solche Käufe bei mir viel bewusster als früher =)

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