Sonntag, 6. April 2014

Im Mittelpunkt



Der Mittelpunkt ist ein Verein, der das hiesige Geburtshaus unterstützt. Unser Baby kam zwar nicht im Geburtshaus auf die Welt, aber mit der Hebamme, die das Geburtshaus betreibt. Und weil wir uns dem Geburtshaus und der Hebamme sehr verbunden fühlen, sind wir immer wieder gern dort und dabei, wenn es etwas zu tun gibt. So wie heute. Da gab es ein großes Fest in Horb und der Mittelpunkt betreute einen Stand mit Kindertombola. Und wir mittendrin. Allerdings heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn im Moment weiß keiner, ob es das Geburtshaus im nächsten Jahr noch geben wird. Weil nicht nur die Beiträge für die Haftpflichtversicherungen der Hebammen immer weiter steigen, sondern die Versicherer jetzt ganz aus der Hebammenversicherung aussteigen wollen. Und die Politik sich nicht regt. So was macht mich traurig und wütend, und ich hoffe dass wir Frauen (und die dazugehörenden Männer vielleicht auch) mutig sind und werden, und uns das Recht auf eine selbstbestimmte Geburt nicht nehmen lassen. Immerhin werden jedes Jahr ca. 10.000 Kinder außerklinisch entbunden (weiter Zahlen findet ihr hier). Darüber hinaus geht es ja nicht nur im die Geburt oder den Geburtsort an sich, sondern auch die Betreuung durch die Hebamme während der Schwangerschaft und im Wochenbett. 
Was mich freut ist, dass sich Widerstand regt. Viele Bloggerinnen schreiben darüber (bei Frau Frische Brise findet ihr einen ausführlichen Bericht), es gibt eine Online Petition, und eine Elterninitiative zur Hebammen Unterstützung.
Auch auf der Homepage des Hebammenverbandes findet ihr viele Infos und News.

Last but not least findet ihr hier den tollen Blog einer Hebamme, die nicht nur über das Versicherungsproblem schreibt, sondern auch wunderschöne, mutmachende Geburtsberichte veröffentlicht.

Wen die Situation der Hebammen genauso aufwühlt wie mich und wer vielleicht auch hier im Süden von Baden-Württemberg etwas tun will, melde sich gerne per Email bei mir.


Nichts desto trotz war es schön heute. Wir haben Lose verkauft, Luftballons verschenkt, Gummibärchen gegessen, die Straße verschönert - und die Sonne genossen. Und im nächsten Jahr werden wir das hoffentlich wieder tun.

















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